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Dangg’schön velmol, tschüss & ofenes schpöters Mol!

So, der Felis im Kopf ist verschwunden, die Hypophyse wieder hergestellt, das Nervensystem einigermassen intakt, die Erinnerungen an «Der OX ist tot – es lebe der OX!» mehr oder weniger da – und der Saal geräumt!  Noch wenige Tage und er ist definitiv nicht mehr unser. Zeit also, uns auch auf diesem Wege (vorerst) zu verabschieden und Danke zu sagen.

Wir finden, ihr, liebe Mitglieder, Besucher/innen und Künstler/innen, habt uns eine überaus würdige Abschiedsparty beschert, «OX pur», wie es heute im Zofinger Tagblatt ja so schön hiess. Wir wissen das zu schätzen! Genauso die vielen positiven Kritiken, die wir entgegen nehmen durften, sei es nun zum 32-Stunden-Last-Supper oder zum gelungenen Abschieds-Siebdruck mit allen 1250 Musiker/innen und Künstler/innen darauf. Danke, danke, danke…

Danke aber auch für 32 Jahre Unterstützung, auch wenn wohl die wenigsten von euch seit Beginn dieses dazumaligen Experiments mit dabei waren. Ausser aufgrund  amtlichen Erlassen hört ein Veranstalter nämlich dann auf zu veranstalten, wenn die Veranstaltungen niemand sehen will. Das gab es bei uns zwar ebenso ab und an (jaja, 0 Zuschauer haben auch wir ein, zwei Mal geschafft…), aber wir konnten doch während all den Jahren immer wieder auf reges Interesse an unseren Events zählen. Dies auch dann, wenn die Programmation etwas, sagen wir mal, unkonventionell war. Das ist nicht selbstverständlich und schon einige Clubs mussten davor (finanziell) kapitulieren.

Dass wir nun aufgrund einzelner Lärmklagen den Betrieb schliessen mussten, tut in diesem Sinne fast doppelt weh. Ohne verbittert zurückschauen zu wollen: Dass schliesslich eine auswärtige, in Zofingen Immobilien erwerbende Person, die im Wissen um einen Kulturbetrieb gleich nebenan, diesen zu Fall bringen kann, darf nicht sein. Ob es nun uns betrifft oder diverse andere Schweizer Klubs, denen in den letzten Jahren dasselbe widerfahren ist. Hier besteht klar Handlungsbedarf seitens der Politik.

Aber eben: zurückschauen ist oft schmerzhafter als in die Zukunft zu blicken. Da wir an der Oberen Brühlstrasse 6 ein neues Zuhause gefunden haben, schauen wir positiv nach vorne. Dass das Projekt «Jugendkulturlokal» neben der Offenen Jugendarbeit Zofingen auch mit dem Stadtrat Zofingen, der uns ja schlussendlich den Riegel, respektive den Limiter geschoben hat, zustande kam, entbehrt natürlich nicht einer gewissen Ironie. Und zugegebenermassen war ein Teil des OX-Teams anfänglich auch nicht gerade begeistert von dieser Idee.

In unzähligen Sitzungen durften wir aber feststellen, wie wichtig es der Stadt Zofingen ist, einen Musikbetrieb wie unseren in ihrer Gemeinde zu halten und durften auf breite Unterstützung zählen, nicht zuletzt durch den Einwohnerrat, der das «Betriebskonzept Jugendkulturlokal Zofingen» schliesslich mit 35:2 (!) Stimmen genehmigte. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

Wann wir im neuen Lokal starten werden, ist noch unklar. Oder wie uns eine ehemalige Stadträtin vor gefühlten 576 Jahren warnte: «Jetzt geht es durch die politischen Wege. Das kann dauern.» Wir werden aber selbstverständlich sofort informieren, sobald nähere Details bekannt gegeben werden können.

Klar, Zofingen wird für eine Weile für gewisse Kulturliebhaber keine Heimat mehr sein. Aber der «Ochsen»-Saal wird wiederbelebt und nach einer Umbauphase durch den Gasthof-Wirt François Baeriswyl weitergeführt. Wir wünschen ihm alles Gute dabei  – und beehren «unseren» ex-Saal gerne wieder.

In diesem Sinne: bleibt uns doch trotz Pause treu – wir versuchen mit dem neuen Lokal sowie den Konzerten und Partys dafür zu sorgen, dass ihr es nicht bereut!

Hebets guet, händ Schpass – mer gsähnd üs weder…

Das OX-Team

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The Music Monkeys 11.05.12


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